Liebe Leserin, lieber Leser,

 

in diesem Blogeintrag möchte ich euch einen kleinen Einblick gewähren. Wie bin ich zum Schreiben und der Musik gekommen? Wie hat alles angefangen und wie hat es mein Leben bereichert?

Das Schreiben an sich fing bereits zu Kindheitstagen an. Damals handelte sich jedoch nur um Kurzgeschichten mit recht wenig Inhalt. Zusammen mit meinem Bruder verfassten wir beispielsweise eine lustige Geschichte über eine Hose. Ja, ihr habt richtig gehört. Eine Hose! In der Geschichte lebte sie, aber fragt mich nicht um was es da ging. Es liegt viele Jahre zurück und war ein Ausdruck kindlicher Erfahrungen, die damals humorvoll zu Papier gebracht wurden. Das dürfte rund 20 Jahre her sein.

address book 2246432 1280

Die nächste Etappe meiner künstlerischen Ausdrückung waren Comics. Ich begann damit einen dicken Ordner mit den verschiedensten Geschichten anzulegen. Es handelte sich dabei um zwei Protagonisten mit den Namen Worn und Wirm. Total schlicht gehalten und natürlich auch nicht schön gezeichnet. Während ich die gezeichneten Kunstwerke von damaligen Klassenkameraden bewunderte, schaffte ich es nie mich im Zeichnen zu verwirklichen. Demnach setzte ich in meinen Comics den Fokus auf den geschichtlichen Inhalt und verbrachte unzählige Stunden. Den Order habe ich sogar heute noch und er beinhaltet rund 70 Comicgeschichten.

Mit der Ausarbeitung der Charaktere begannen dann geschriebene Geschichten und Abenteuer von Worn und Wirm. Die ersten Titel lauteten -Das geheimnis unterm Keller- oder -Die sechs Elemente- und waren zum ersten mal ausgeklügelte Stories. Dennoch konnte man sie aufgrund ihrer geringen Seitenzahl zu den Kurzgeschichten zählen.

Die nächste verfasste, jedoch nie vollendete Story, war -Die Dämonenkönigin-. Es sollte sich dabei um einen paranormalen Thriller handeln. Aber was wusste ich schon im Alter von 15 Jahren von solchen Genres? Die Geschichte startete mit einem Officer, der an Tatorten blutverschmierte Botschaften deuten sollte. Die Protagonistin Claire, eine ganz normale junge Frau, hing irgendwie mit diesen Vorfällen zusammen. Das Konzept dieser Geschichte wurde von mir aber nie weiter verfolgt und so setzte dann auch eine lange Schreibpause ein.

Etwas später entdeckte ich nämlich die Musik für mich. Zu Beginn war es eine billige Software mit der ich am Computer ohne Wissen herumwerkelte. Schon damals versuchte ich ohne Kenntnisse Gesangsspuren drüber zu legen (wobei man da nicht von Gesang sprechen konnte *hust*). Ich erinnere mich sogar daran, wie ich Soundtracks von damaligen Computerspielen als Instrumentale verwendet hatte. Mein erstes Album war natürlich grauenhaft.

Jahre später spazierte ich wie ferngesteuert in ein damaliges Musikgeschäft und schnappte mir irgendeine Gitarre, die noch heute bei mir die Wand im Arbeitszimmer schmückt. Als Autodidakt bildete ich mich ständig weiter um meine Musikprojekte zu realisieren. Mit damaligen billigen Mitteln startete ich Tonaufnahmen über einen Camcorder, dessen Videofiles ich einfach gelöscht hatte und stattdessen seine Tonspuren verwendete. Learning by doing hieß es von dort an. Ich produzierte einen Track nach dem anderen über mein Leben und verarbeitete so sehr viel. Dass die Songs nur geringfügig besser wurden, interessierte mich nicht sonderlich. Es musste schließlich außer mir niemand anderes hören. 

guitar 756326 1280

Während ich mich mit der ersten Workstation -Cubase- auseinandersetzte, brachte ich durch meine Praxisstunden an der Gitarre meine Mutter fast in den Wahnsinn. An dieser Stelle, sorry Mama. Aber alles war ein notwendiger Prozess. Und wie das Schicksal so will lernte ich damals René kennen. Mit ihm sollte ich das erste vernünftige Album mit dem Namen -Revolution- aufnehmen. Wir nannten uns zu Beginn -Devotion-, was Hingabe bedeutet. Später änderten wir unseren Bandnamen zu -Liquid Trust-. Revolution war zum ersten Mal ein ansehnliches Werk. René nahm die Spuren für das Schlagzeug auf und ich übernahm den Rest. Es dürfte 2010 gewesen sein und wir waren mächtig stolz auf unsere Arbeit.

Um kurz auf meine Tätigkeit als Schriftsteller abzuschweifen: 2008 begann ich mit meinem ersten veröffentlichten Buch mit dem Titel -Nova Prospect-. Es handelte sich um eine Fantasiegeschichte mit diversen Musikern und Künstlern. Ich war darin involviert und gab mich einer völligen Illusion hin. Zum damaligen Zeitpunkt suchte ich die Liebe bei einer Sängerin (Was als Teenager ein ziemliches Klischee ist) und verarbeitete mit diesem Werk eine Menge. Das von Rechtschreibfehlern und Grammatikunstimmigkeiten übersäte Werk wurde weder lektoriert noch illustriert. Es erschien im selben Jahr über einen Verlag aus Österreich und wurde auf der Frankfurter Buchmesse ausgestellt. Aber so schön alles klingt, es war nichts Besonderes. Dieses Buch war vielleicht für mich von Interesse, jedoch nicht für andere Leute und so wurde es ein gutes Jahr später auch wieder vom Markt genommen. Nova Prospect half mir viel an Gefühlen zu verarbeiten und war so etwas wie ein Lehrlingsstück meiner Schreibfertigkeiten.

Zurück zur Musik: 2013 begannen René und ich mit unserem zweiten Album. Nachdem meine Gesangs- und Gitarrenkünste immer weiter Fortschritte machten, brachte ich mir diverse Techniken bei um dem Genre des Metals näher zu kommen. Das Album nannte sich -Asylum- und kann immer noch auf Soundcloud angehört werden. Erst fünf Jahre später wurde es von mir dort hochgeladen. Wer Interesse hat, darf gerne reinhören: Klick mich!

writing 1149962 1280

2014/2015 widmete ich mich wieder dem Schreiben und startete damals ein Projekt. Ich wusste nicht wieviel es werden würde, ich wusste nicht wohin die gesamte Geschichte steuern würde und was es für Ausmaße annehmen würde wusste ich natürlich auch nicht. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich absolut keine Ahnung und schrieb einfach drauf los. Ich begann erst nach und nach die Geschichte auszubauen und war oft selbst erstaunt wohin die Reise ging. Ohne Scheiß Leute, ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Während ich alles auf Papier brachte passierten Dinge, die ich selbst so nicht kommen sah. Und das finde ich bis heute mega interessant. Es ist so, als würde ich ein fremdes Buch lesen während ich schreibe. Die Geschichte baut sich von selbst auf und ich kann damit nicht aufhören, weil ich unbedingt wissen möchte was als nächstes passiert. 

Die ganzen Namen von Städte, Charaktere, Orte, etc. waren Eingebungen. Es waren einfach Buchstaben, die sich in Gedanken wie von selbst zusammensetzten. Alles breitete sich immer weiter aus und ich begann damit ein Lexikon anzulegen. Beschreibungen zu den Städten wurden verfasst, über die Völker wurde geschrieben und einzelne Charaktere wurden verfeinert. Was den Fantasy-Bereich angeht, so habe ich mit einem Online-Rollenspiel diese Charaktere dort erstellt. Vaycor, Velvarin und co. wurden von mir in -Der Herr der Ringe online- erstellt und ausgearbeitet. Ich erhielt so ein aussagekräftiges und lebendiges Bild von allem.

Irgendwann begann ich damit über eine alte und kostenlose Version von Adobe Photoshop mich ein paar Tage einzuarbeiten. Und so entstand nach mehreren Skizzen die Weltkarte Velvaryas. Ich wollte ein handfestes Bild, um die Reise der Garde nachvollziehen zu können. Einzelheiten über die Vorgeschichte und den verschiedenen Zeitaltern sollten folgen. Alles baute sich nach und nach auf während ich die Velvarya Chroniken schrieb und war ein ständiger Prozess von Entwicklung und Ausarbeitung. Bis heute bin ich damit beschäftigt die Welt zu erweitern.

2019 war das Jahr, an dem ich die Geschichte vollendet hatte. Nach rund sechs Jahren waren es über 1000 Seiten und ich wusste, dass ich alles auf einmal nicht veröffentlichen kann und will. Ich suchte eine Weile und verglich die Angebote diverser Illustratoren und Designer, bis ich auf Detlef von Kritzelkunst stieß. Seine Arbeiten sprechen für sich und ich bin ihm sehr dankbar, dass ich mit einem großartigen Designer zusammenarbeiten durfte. Durch ihn erfuhr ich auch zum ersten Mal, wie hervorragende Lektoratsarbeit aussieht. Ich durfte zusammen mit Iwo am ersten Teil: Die Velvarya Chroniken - Das mysteriöse Mädchen arbeiten und weiß ihre kritische und saubere Arbeit zu schätzen.

Doch wie geht es weiter? 2020 steckt noch in den Kinderschuhen und gegen März steht das nächste Projekt an. Ich freue mich darauf mit Detlef und Iwo zusammen den zweiten Teil der Velvarya Chroniken zu bearbeiten und werde euch natürlich auf dem Laufenden halten. Was meine musikalische Karriere betrifft, so bin ich hier und da am rumexperimentieren, aufnehmen und am Tracks bauen. Ihr könnt mir gerne ein Feedback für die alten Tracks geben, die ich zuvor verlinkt habe, nur so am Rande erwähnt.

 

Ich wünsche euch an dieser Stelle eine super schöne Zeit und viel Spaß und Erfolg bei dem was euch erfüllt!

 

Liebe Grüße

~ Chris Vay 

 ---

 Die Velvarya Chroniken - Das mysteriöse Mädchen findet ihr auf Amazon und Thalia sowie hier eine Leseprobe.

Für jeden Zuwachs an Feedback und Follower bin ich natürlich sehr dankbar: 

Twitter    -    Facebook    -     Instagram